Artist



B. Rivera

B. Rivera wurde 1964 in Bonn geboren. Mit der Fotografie begann er im Alter von zwölf Jahren. Nach dem Abitur reiste er mehrere Jahre durch Europa und Nordafrika. 1986 studierte er zunächst Ethnologie und Kommunikationswissenschaften in Bonn. 1988 schloss sich ein Studium der Fotografie an der FH-Dortmund an, wo er in der Klasse von Joachim Brohm studierte.
Wieder ging er auf Reisen und lebte insgesamt zwei Jahre in Mittel- und Südamerika. 1997 folgte der Studienabschluss mit dem Diplom.
Der Mensch in seiner Umgebung und die Natur haben immer einen großen Einfluss auf sein Schaffen gehabt. Dahingehend ist es deutlich von den künstlerischen wie philosophischen Standpunkten des Naturalismus und Existenzialismus geprägt. In seinen Bildern zeigt sich sein distanziertes, ambivalentes und kritisches Verhältnis zum Menschen und dem Mensch-Sein. Dies durchzieht fast sein gesamtes Werk über die Jahrzehnte. So ist der Mensch meist zentrales Thema, verschwindet dann aber doch oft klein, hilflos und isoliert in seiner Umgebung.
Die Kulmination dieses ständigen Themas ist in der großformatigen Landschaftsfotografie „Factum est ita“ der Serie „Ne timeas“ (2012-2013) gerade noch sichtbar. Dort schrumpft der Mensch zur einer beinahe mikroskopischen Größe und totalen Banalität im Angesicht der Geschichte seiner Welt.
In seiner frühen analogen Arbeit „Solar Evolution“ (1990) finden sich bereits zwei weitere seiner ständigen Themen wieder: Fragmentations- und Auflösungserscheinungen, die sich auch physisch in den wiederholt kopiert und schichtgelösten Bildern der Serie manifestieren. Dieses Thema ist dann auch, fast 30 Jahre später, im digitalen Zeitalter, in der 2018 entstandenen Arbeit „Fata Morgana Burnout“ sichtbar. Diese Serie beschreibt nun den Menschen nur noch als Zerrbild und Trug seiner selbst und führt schließlich bis zu seiner Auflösung und die seiner Welt.
B. Rivera arbeitet und lebt heute in Düsseldorf und in Cádiz.